Weitere Besonderheiten in Maria Ramersdorf
Schutzmantelmadonna
Über dem Taufort, der wie andere liturgische Orte im Zuge der Innenrenovierung bis 2018 neu- bzw. umgestaltet worden ist, hängt ein 1,80 m hohes gotisches Tafelbild, das die Schutzmantelmadonna mit dem Jesuskind im Arm zeigt. Der Mantel der in ein Brokatkleid gehüllten Gottesmutter Maria wird von zwei Engeln über den darunter abgebildeten Personen aufgespannt, die dort stellvertretend für die ganze Kirche stehen. Die Inschrift unter dem Bild deutet an, dass das Gemälde 1503 für Maria Ramersdorf als Hinweis auf einen 16-tägigen Ablass gemalt wurde – von wem, ist jedoch unklar. Von mehreren Kunsthistorikern wird es Jan Polack zugeschrieben.
Links vom Gemälde der Schutzmantelmadonna hängt ein Bild der hl. Barbara (mit Gefängnisturm) sowie darunter ein kleineres Gemälde der hl. Margareta von Antiochia (mit Drache) und der hl. Elisabeth von Thüringen (mit Krone, Brot und Kanne).
Auf den Gemälden auf der rechten Seite des großen Tafelbildes sind die hl. Katharina von Alexandrien (mit Rad und Schwert) sowie darunter der hl. Wolfgang (mit Kirche) und der hl. Papst Silvester (mit Stier), der auch im rechten Seitenaltar zu sehen ist, dargestellt.
Das Ensemble all dieser spätgotischen Tafelbilder bildet ein optimales Pendant zum Kreuzaltar auf der gegenüberliegenden Seite der Kirche.

[Quelle: Altmann, Lothar, Älteste Marienwallfahrtsstätte im Großraum München, in: Altmann, Lothar / Steidle, Martina, Maria Ramersdorf: Älteste Marienwallfahrtsstätte im Großraum München, hrsg. v. Kath. Pfarramt Maria Ramersdorf, Lindenberg i. Allg. 2018, S. 29f.]
„Angermeierkreuz“ und Kartusche am Chorbogenscheitel:

Gewölbestuck:

Chorgestühl:



