Kirchturm von Maria Ramersdorf
Die meisten werden ihn kennen: den 58 m hohen Ramersdorfer Kirchturm mit seiner markanten Zwiebelkuppel. Wer von der Salzburger Autobahn (A8) nach München kommt, fährt direkt auf ihn zu. Seit der Wiedereröffnung von Maria Ramersdorf im Jahr 2018 erstrahlt er wieder in neuem Glanz.
Dass der Zahn der Zeit an ihm nagte, ist nicht verwunderlich; immerhin stammt der untere Teil des Turms noch aus romanischer Zeit (ca. 11. Jh.). Bis 1482 wurde ein spätgotischer Bauteil daraufgesetzt.
Aus dieser Zeit stammen auch die zwei ältesten Glocken: die Marienglocke (ehem. Elfuhrglocke) mit Schlagton as‘ und die Sterbeglocke mit Schlagton des“. Nach einem Blitzschlag 1791/92 wurde dem Turm die heutige barocke Kuppel aufgesetzt. Gut 150 Jahre zuvor waren bereits zwei Glocken hinzugekommen (die Kreuz-/Auferstehungsglocke mit Schlagton f‘ und die Johannesglocke, ehem. Zwölfuhrglocke). Die beiden jüngsten Glocken aus den 1950er-Jahren sind auch die schwersten: die rund 1,7 Tonnen schwere Georgsglocke (Schlagton des‘) und die fast 2,6 Tonnen schwere Hosannaglocke (Schlagton b).
Es gibt regelmäßig virtuelle Kirchturmführungen – die nächsten Termine erfahren Sie im Pfarrbüro von Maria Ramersdorf.

[Quelle: Altmann, Lothar, Älteste Marienwallfahrtsstätte im Großraum München, in: Altmann, Lothar / Steidle, Martina, Maria Ramersdorf: Älteste Marienwallfahrtsstätte im Großraum München, hrsg. v. Kath. Pfarramt Maria Ramersdorf, Lindenberg i. Allg. 2018, S. 6.]


